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Der letzte Tag

Heute am Freitag den 11. Januar 2013 war es dann also soweit, der letzte ganze Tag unseres ereignisreichen Australienurlaubs war gekommen. Wie so haeufig begann der Tag mal wieder mit Ausschlafen. Da die Maedels in ihrem Bett diesmal jedoch nicht so gut schlafen konnten und ich sogar noch frueher wache war, begann der Tag trotzdem schon um 9 Uhr. Bis wir uns jedoch alle etwas sortiert, etwas frisch gemacht und entschiedenen hatten, wie der Tag den nun am besten geplant sei, war es auch schon 12 bis wir aus dem Haus und auf dem Weg ins nahe gelegene Einkaufszentrum waren. Dort wurde dann auf dem Food Court auch nicht das Fruehstueck, sondern gleich das Mittagessen eingenommen. Eigentlich hatte Jenni auch noch eine kleine Einkaufsliste die Vegemite, einen bestimmten Honig und tolle Zahnzwischenraumreinigungsstaebchen (das ist wohl der offizielle Begriff :-)) enthielt. Aus wohl verschiedenen Gruenden wurde bei dieser Moeglichkeit jedoch alles vergessen.

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Nachdem das Bier und die Wassermelone zurueck in der Wohnung im Kuehlschrank verstaut waren, ging es also fuer einen letzten Besuch in die City von Sydney mit dem Ziel Sea Life Aquarium am Darling Harbour. Da uns der Mietwagen noch bis morgen frueh zur Verfuegung steht und der Tank ja leergefahren werden muss, machten wir uns mit dem Wagen auf den Weg in die Innenstadt. Das verwirrte Navi und die kreischenden Maedels neben und hinter mir, liessen diesen Plan allerdings als nicht optimale Idee auffliegen. Trotzdem packten wir es unfallfrei in eines der engen Parkhaueser. Da alle von uns noch einige australische Dollar in der Tasche hatten und Caro und ich es noch nicht erlebt hatten, haben wir gleich das Kobiticket fuer das direkt neben dem Aquarium liegende Madame Tussaud gekauft. Im Aquarium selbst haben wir dann endlich unser erstes Schnabeltier gesehen. Und auch der Gang durch die Unterwasserwelt, bei der man von Haien, Rochen und einer Seekuhl umschwommen wird, ist schon ein nettes Erlebnis. Jenni hat dann auch gleich eine Tierpartenschaft fuer Caro und mich spendiert, sodass wir jetzt stolze Paten einer Seekuh bzw. eines Schnabeltieres sind. Viel Dank noch mal an dieser Stelle dafuer :-)

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Danach sorgte also der Spaziergang durch Madame Tussaud Wachsfigurenkabinett fuer gute Laune. Viele unnoetige Bilder von und mit waechsernen Abbildern von Prominenten aus verschiedenen Sparten spaeter stellten wir dann fest, dass es doch schon 19 Uhr war und Jenni ja immer noch ein paar offenen Punkte auf ihrer Einkaufsliste hatte. In Deutschland waere das ja kein Problem, aber hier machen die Geschaefte und Restaurants ja alle schon um 20 Uhr zu. Zum Glueck fanden wir aber doch noch einen Woolworth. Und tatsaechlich konnten wir auch noch alle offenen Punkte abhaken und uns zusaetzlich was leckeres zum Abendbrot kaufen. Nach diesem Mahl hiess es dann also Koffer packen, Blog schreiben, Wohnung herrichten und ein letztes Bierchen trinken. Morgen frueh geht dann also um 9 Uhr unser Flieger nach Seoul, wo wir sogar noch eine Nacht bleiben werden und am Sonntag dann nach Frankfurt aufbrechen werden.

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Natuerlich ist es schade, dass der Urlaub damit nun vorbei ist, aber ich freue mich auch auf die Heimat, und darauf euch von dieser Reise persoenlich berichten zu koennen. Allerdings gefaellt mir der Gedanke an 0 Grad und Schnee nicht ganz so sehr. Hier ist es schon nach Mitternacht, und wir lassen die Klimaanlage laufen, damit die Wohnung etwas abkuehlt. Aber man kann nicht alles haben, und der naechste Sommer mit einem Apfelwein am Main kommt bestimmt :-) Wenn ich mich Sonntag dann noch in der Lage fuehle, schreibe ich euch noch, was wir auf unserem Flug und in Seoul so erlebt haben. Und auch ein abschliessendes Resume wird es wohl noch geben. Vielleicht gelingt es mir sogar noch die beiden Maedels davon zu ueberzeugen auch noch einen Abschlussbeitrag zu schreiben, in dem sie alles korrigieren, was ich falsch dargestellt habe ;-)

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Auf dem Weg nach Sydney

Mittwoch frueh ging es dann wieder zu dritt auf den Weg zu unserem ersten Zwischenstopp in Surfers Paradise. Hier wurden wir zuerst von den beeindruckenden Hochhausern ueberrascht. Na gut, als Frankfurter ist man von so was jetzt nicht wirklich ueberwaelltigt, aber wenn man vorher nur viel Landschaft und wenn ueberhaupt mal ein paar niedrige Gebaeude sieht wirken diese in den Himmel ragenden Hotels doch gigantisch. Insgesamt wirkte die Stadt eher wie eine Hotellandschaft mit vielen Restaurants und einem zwar tollen, aber auch sehr ueberfluellten Sandstrand. Es ist wohl so was wie der australische Ballermann. Nach einem Snack im Charlies und einem kurzen Besuch am Strand waren wir daher auch nicht wirklich traurig, als wir uns weiter auf den Weg nach Byron Bay machten.

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Ein paar Stunden spaeter kamen wir dann also in Byron Bay an, wo wir von einer weiteren Partystadt, aber mit ganz anderem Flair ueberrascht wurden. Hier gab es keine Hochhauser, die kleinen Klamottenlaeden wirkten sehr alternativ, und auch hier und dort roch man ein wenig Gras. Im Gegensatz zu Surfers Paradise hatten wir hier also eher die Hippyhochburg getroffen. Und apropos getroffen. Am Strand lief uns doch tatsaechlich Stefan, den wir schon auf Fraser Island getroffen hatten ueber den Weg. Gemeinsam haben wir dann einen Kaffee getrunken und uns danach auf den Weg zum Leuchtturm gemacht, der zwar von unten nicht sehr spektakulaer anmutete, oben aber mit einer tollen Landschaft und einer grossartigen Aussicht die Fahrt belohnte. Hoffentlich noch rechtzeitig konnten wir Stefan wieder unten im Ort abliefern, wo er noch sein Rucksack samt Zelt aus einem Schliessfach holen musste, sonst wuerde es wohl eine Nacht unter freiem Himmel fuer ihn. Wir drei selbst haben dann gegen 20 Uhr noch auf den Weg nach Coffs Harbour gemacht, wo unser naechstes Motel auf uns wartete, und womit mir die Haelfte der Strecke nach Sydney hinter uns gebracht haetten. Kurz vor 22 Uhr rief dann auch der Rezeptionist auf Jennis Handy an, da er eigentlich Feierabend machen wollte. Zum Glueck war er aber so freundlich und hat noch die halbe Stunde auf uns gewartet, bis wir dann doch noch die letzten 40 Kilometer hinter uns gebracht haben. Man kommt hier einfach nicht so schnell voran wie in Deutschland.

byron bay

In Coffs Harbour haben wir natuerlich erst mal den Hafen besucht, um dort mal wieder pochierte Eier zu uns zu nehmen und anschliessend auf die Muttonbird Island zu spazieren. Insgesamt war Coffs Harbour nach dem ganzen Trubel in Surfers Paradise und Byron Bay eine willkommene Oase der Ruhe. Einfach mal ein wenig die schoene Natur geniessen. Aber da wir ja noch weitere knapp 600 Kilometer bis Sydney vor uns hatten, ging es nach einem laengeren Zwischenstopp im Einkaufszentrum dann doch wieder auf den Highway. Aber natuerlich ging auch diese Fahrt nicht ohne den Besuch einer weieren Stadt ueber die Buehne. Als ersten Stopp hatten wir uns Port Macquarie und waren doch etwas ueberrascht, als uns das Navi erzaehlte, dass wir in diesem Fall um eine Fahrt mit der Faehre nicht drum herum kaemen, aber darauf liessen wir es ankommen.

coffs harbour

Kurz bevor wir dann vor der Faehre standen, konnten wir beim Vorbeifahren erst mal ein paar Villen bewundern, von denen jede einen eigenen Bootanlegesteg hatte. Dafuer, dass es zwar die dritt aelteste Stadt des australischen Festlandes ist, urspruenglich aber eine Strafkolonie war, nicht schlecht. Ein kurzer Abgleich des Lonely Planets mit dem Navi zeigte, dass die beiden durchaus eine unterschiedliche Auffassung vom Begriff Stadtmitte haben, weswegen die Fahrt mit der Faehre dann doch nicht noetig war. Das Stadtzentrum selbst war allerdings auch nicht so berauschend, sodass das eigentlich Highlight an diesem Halt der McOZ war, den ich hier zu mir genommen habe. Das besondere an einem australischen Burger ist uebrigens, dass sie ihn noch mit roter Beete belegen.

mcoz

An diesem Punkt war ich dann von der ganzen Fahrerei so muede, dass ich Jenni mal das Steuer ueberlies und es mir auf dem Ruecksitz bequem machte. Vielleicht haette ich doch lieber wach bleiben sollen und zumindest die Route kontrollieren, denn als ich das erste mal die Augen wieder oeffnete wurde mir von Caro nur versichert, dass alles nach Plan laufe … das gibt einem schon zu denken. Beim zweiten mal erwischte ich Jenni dabei, wie sie alle Ecken eines Parkplatzes auskundschaftete, da sie den Ausgang nicht fand. Ich hatte mir die Frage, warum wir ueberhaupt ueber einen Parkplatz fahren einfach mal verkniffen. Und schliesslich haben wir es auch noch zum Ort unseres letzten Zwischenstopps geschafft, und zwar dem Jungry Jacks kurz vor Newcastle. Eigentlich war die Stadt selbst geplant, aber da es inzwischen schon nach 21 Uhr und dunkel war, hatten wir uns den Besuch der Stadt gespart und lieber dafuer gesorgt, dass Caro noch ihren Hunger stillen konnte, denn seit dem Fruehstueck hatte sie bis auf eine Packung Kekse nichts mehr zu sich genommen.

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Nach diesem kleinen Abendessen uebernahm ich dann auch wieder das Steuer und fuehrte uns auch ohne weitere Umwege direkt wieder zu Tschaikis Wohnung in Hornsby. Nach knapp 3 Wochen kamen wir also wieder am Anfang unserer Reise in Australien an. Das hatte echt was von nach Hause kommen. Das eigentliche nach Hause kommen nach Good old Germany war jetzt allerdings auch nicht mehr lange hin. Zwei Naechte noch bis Samstag frueh dann der Flieger nach Seoul und von dort dann am Sonntag nach Frankfurt startet.

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Kängurus am Lake Macquarie

Wie versprochen hier also nun eine Galerie mit den besten Schnappschüssen unserer Begegnung mit den Kängurus am Morisset Hospital.

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Der Jetlag schlägt zurück

Bei uns ins es inzwischen schon Heilig Abend, daher erst mal Frohe Weihnachten an alle Blog-Leser! Außerdem schreibe ich diesen Blog-Eintrag zum ersten mal morgens, da es gestern einfach doch die Rache von Jetlag gab, der natürlich noch nicht überstanden war. Dass ich gerade einmal 1,5 Stunden geschlafen hatte könnte damit natürlich auch zusammenhängen ;-) Aber kommen wir doch mal zum Erlebten von Sonntag.

Wie angekündigt kam Australien-Jenni kurz nach 8 bei unserem momentanen Wohnsitz vorbei, um uns zum Frühstück bei der Empire Marina in Bobbin Head, also einem kleinen Hafen, wo viele Segelboote vor Anker lagen. Als wir unsere großen Taschen schultern, um sie in Jennis Auto zu tragen, schaut sie uns fragend an: „Ihr bleibt doch noch eine Nacht hier!“. Anscheinend hat echt keiner von uns Jennis Mails richtig gelesen, oder zumindest richtig verstanden. In die Blue Mountains geht es erst am nächsten Tag. Also die Taschen da gelassen, aber trotzdem schon mal bei Cate und Tschaiki verabschiedet, da diese an dem Abend auf eine Weihnachtsparty gehen, anschließen auswärtig nächtigen und dann direkt ihre eigene Reise an Westküste antreten wollten. Wir bekamen aber den Schlüssel für die Wohnung und die Erlaubnis sowohl an diesem Abend, aber auch, wenn wir vor dem Rückflug nach Hause wieder hier in Sydney sind, in ihrer Wohnung zu nächtigen. Ihr seid die Besten! Danke!

In Bobbin Head angekommen lernen wir Jennis Freundin Isabel und einen Teil ihrer Verwandtschaft kennen. Bei (endlich mal) sonnigen Wetter sitzen wir also am Anlegesteg und bestellen uns ein leckeres Frühstück. Unabgesprochen bestellen wir drei das gleiche Essen, Brioche mit Avokado-Creme und blanchiertem Ei. Lecker! Auch hier gibt es natürlich wieder ein Bild. Dieser Blog wird wohl eher eine Art kulinarischer Reiseführer ;-) Auch die Mädels waren von dem blanchieren Ei begeistert und wollten gleich mal herausfinden, wie das denn gemacht wird, um es zu Hause mal nachzukochen. Der Schwiegervater von Isabel hat sich auch immer mal wieder an unser Ende des Tisches gesetzt, um mit uns ins Gespräch zu kommen. Die plötzliche Frage, ob wir denn Lust auf einen kleinen Bootstrip hätten trifft uns dann doch sehr unvorbereitet, aber wir waren nicht schwer dafür zu begeistern. Dieser Trip sollte ein Geschenk an Jenni sein, und da wir nun zufällig dabei waren, durften wir mit. Isabels Familie selbst hatte dann noch andere Termin und lies unsere nun auf 4 angewachsene Reisegruppe, nicht ohne uns auch noch auf das Frühstück einzuladen, alleine mit dem bezahlten Bootstrip zurück.

brioche

Die nächsten 2 Stunden sind wir also nun mit unserem kleinen Motorboot von Bobbin Head bis nach Cottage Point, in den Smiths Creek und wieder zurück geschippert. Kurz nachdem Jenni (de) mal das Steuer bzw. den Motor übernommen hatte, wurde sie auch gleich von der Wasserpolizei angehalten und nach den Fahrzeugpapieren gefragt. Naja, eigentlich haben die guten Herren nur sichergestellt, dass bei uns alles in Ordnung ist, und wir auch alle nötige Ausrüstung an Bord haben. Ein lustiges Erlebnis war es trotzdem :-)

boot

Da wir also doch erst am Montag in die Blue Mountain fahren, stand für den Nachmittag noch gar nix an. Also ergriffen wir die Chance und hakten einen unserer letzten offenen Punkte in Sydney ab: Manly Beach. Mit dem Wagen von Jenni (au) fuhren wir also direkt nach Manly Beach, wo mir das erste mal meine Müdigkeit bewusst wurde, und ich zumindest etwas meine Augen ausgeruht habe. Dort angekommen gab es dann gleich mal was zu essen gab, um die Batterien wieder aufzuladen. Daher nun also ein Bild von einem Burger (mit Roter Beete, was typisch für Australien ist). Vom Restaurant hatten wir dann auch endlich den ersten Blick auf einen Strand. Drei Tag in Australien, und jetzt erst einen Strand gesehen, schwache Leistung, aber wir versprechen noch mehr davon. Nach dem Essen sind wir dann auch gleich den Strand entlang spaziert und haben dabei die enormen Wellen beobachtet, die dafür sorgten, dass baden leider nicht erlaubt war, aber wir hatten unsere Badeklamotten eh nicht dabei. Anschließend sind wir durch die Promenade geschlendert, wo alle paar Meter ein Kind mit einer roten Mütze auf irgendwelche Weihnachtslieder zum besten gab, was immer noch ein surreales Gefühl ist.

burger

manly

Auf der anderen Seite der Halbinsel angekommen, ging es dann mit der Fähre noch mal in die Innenstadt von Sydney, sodass wir auch noch mal bei Tag jede Menge Fotos von der Oper und der Harbour Bridge machen konnten. Ebenso konnte wir nun den botanischen Garten betreten, der uns gleich mit einem Schild begrüßte, auf dem stand „Please walk on the grass! We also invite you to smell the flowers, hug the trees and picnic on the lawns.“. So was würde es in Deutschland nicht geben. Ich musste auch dreimal nachlesen, bis ich mir sicher war, dass ich nicht vielleicht doch das „not“ überlesen hatte ;-)

harbour bridge

botanischer garten

opernhaus

Da das Auto ja noch in Manly standen, stand noch eine zweite Fahrt mit der Fähre auf dem Programm. Bevor wir also alle auf der Wiese im Park eingeschlafen sind, machten wir uns wieder auf den Weg, und dachten dabei auch schon wieder ans Essen. Cate und Tschaiki hatte uns das afrikanische Restaurant „Out of Africa“ empfohlen, wofür wir ihnen im Nachhinein auch sehr dankbar waren, denn auch dort war das Essen wieder sehr lecker. Auf der Rückfahrt war ich dann so freundlich meinen Augen eine weitere Pause zu gönnen, die beiden hingen die letzten Stunden eh nur noch auf Halbmast.

Zurück im Hause von Cate und Tschaiki (Jenni (au) übernachtete wieder bei ihrer Freundin Isabel), gab es die nächste Überraschung. Die beiden (oder zu diesem Zeitpunkt zumindest Tschaiki und Peter) hatten sich entschieden nach der Party doch zu Hause zu nächtigen. Eigentlich also wieder die passende Zeit für einen gemütlichen Ausklang des Tages auf dem Balkon, doch jetzt musste endgültig dem Jetlag Tribut gezollt werden. Da unsere Gastgeben am nächsten Tag auch schon um halb fünf Uhr früh zum Flughafen musste, war auch ihnen ein zeitiges Zubettgehen recht. Und auch mein Blog-Eintrag musste warten, jetzt hieß es erst mal ausschlafen!

Jetzt sitze ich also nach erholsamen 9 Stunden Schlaf doch schon um halb 9 wieder hier auf dem Balkon und schreiben meinen Blog-Eintrag. Der Kampf mit dem Jetlag scheint also endlich überwunden zu sein. Da alle bisherigen Vorhersagen, die ich getroffen hatte, eher nicht eingetroffen sind, bin ich da nun etwas vorsichtiger. Aber allerdings Voraussicht nach fahren wir heute in die Blue Mountains, wo wir bei einem leckeren Grillabend Weihnachten zelebrieren.

Euch allen ein frohes Fest!!!

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Opernhaus oder Kängurus?

Nachdem wir gestern auf der Rückfahrt nach Hornsby im Zug fast alle eingeschlafen sind, haben wir dann doch, mit dem ersten Margarita auf dem Balkon, die Wunderwaffe gegen Jetlag entdeckt. Gemeinsam mit Tschaikis Freundin Cate, die wir an dem Abend noch kennenlernen durften, haben wir noch bis früh auf dem Balkon gesessen und es uns gut gehen lassen. Hier kam auch ein weiterer Vorschlag auf, was man denn am nächsten Tag unternehmen könnte. Eigentlich wollte wir ja doch noch mal die typischen Highlights der Stadt sehen, also mal über Harbour Bridge spazieren, das Operhaus aus jedem Winkel betrachten, eine Tour mit der Fähre zum Manly Beach machen, und so weiter. Nun gab es aber das Angebot von Cate und Tschaiki, mit ihnen gemeinsam nach Morisset am Lake Macquarie zu fahren, und dort Cates 8 Jahre alten Sohn Peter abzuholen, der dort die erste Ferienwoche bei seinen Großerltern verbracht hatte. Klingt spontan nicht so spannend, ABER …genau dieser Ort wäre prädistiniert dafür Kängurus in freier Wildbahn zu treffen, und an diese so nah ran zu kommen, wie es wohl selten möglich wäre. Die Fahrt nach Morisset und zurück würde allerdings mindestens den halben Tag in Anspruch nehmen, weshalb wir die komplette Sydney-Tour im Anschluss nicht mehr packen. Also: Opernhaus oder Kängurus? Eventuell könnte man Sydney ja auch am Sonntag noch ausgiebig erkunden. Allerdings wollte am Sonntag doch auch Jenni aus Melbourne (eine weitere Freundin von uns hier in Australien) uns uns hier abholen und uns Richtung ihrer Heimat entführen. Wie war da nochmal der genaue Zeitplan? Keine Ahnung. Als wir dann kurz nach 3 Uhr doch noch ins Bett gekrochen sind, war immer noch keine Entscheidung gefallen. Kaum im Bett angekommen, waren waren wir schon im Land der Träume.

Plötzlich klopft an unsere Zimmertür und und eine ausgeschlafene Stimme lässt uns wissen: „Na wenn ihr jetzt die Kängurus sehen wollt, dann müsstet ihr langsma mal aus dem Bett!“. So schnell können acht Stunden schlaf vergehen, es war schon elf Uhr Vormittags. Also: Opernhaus oder Kängurus? Eine Entscheidung muss her. Sydney muss auf alle Fälle noch angeschaut werden! Aber vielleicht ja doch noch Sonntag oder wenn wir am Ende unserer Reise noch mal hier vorbeikommen? Und wann bekommen wir sonst Kängurus präsentiert? Und obendrei könnten wir dabei den Tag mit unseren freundlichen Gastgebern verbringen. Somit fiel die Wahl auf die Kängurus. Nächste Entscheidung: was gibt es zum Frühstück? Klassisch oder Pie? Da der beliebte Pie Laden „Pie in the Sky“ auf dem Weg nach Morisset liegt, und es  für uns Touristen etwas neues bedeutete, war diese Wahl noch ein Stück leichter.

Nach etwa 20 Minuten Fahrt kamen wir also beim „Pie in the Sky“ an und haben uns erstmal erklären lassen, was das denn genau ist. Allen von euch denen so ein Pie ebenfalls unbekannt ist, sollten sich einfach ein kleines Küchlein vorstellen, dass allerdings durchaus herzhaft gefüllt sein kann. In meine Fall mit Beef gefüllt und Speck und Käse überpacken. Dazu gab es dann Pommes, Erbsen und Soße, was echt ganz lecker war. Aber schaut euch doch einfach das Bild an :-)

pie

Gut gestärkt ging es nun also weiter nach Morisset zu den Kängurus. In besagtem Gebiet haben wir dann auch gleich 3 Kängurus getroffen, die nicht weit von unserem Auto entfernt standen. Sie kamen mir wie eine kleine Familie vor. Vater, Mutter, Kind. Also raus aus dem Auto und versuchen ein wenig näher ranzukommen. Doch die 3 hoppelten sogleich davon. Schade, doch keine Kängurus aus der Nähe. Oder finden sich vielleicht doch noch welche? Cate und Tschaiki waren jedenfalls guter Dinge. Und siehe da, kaum ein paar hundert Meter weiter war schon eine noch größere Gruppe gefunden. Und dahinter waren ja noch mehr! Und da drüber unter der Palme! Und dort! Und dort! Überall Kängurus. Und sie schauten uns nur gelangweilt an, und kratzen sich am Sack. Also wieder raus aus dem Auto und Fotos schießen. Und tatsächlich lassen sie sich diesmal sogar streicheln! Eine kleine Galerie mit den Highlights dieser Fotos-Session werde ich so bald wie möglich hier hochladen. Wir haben hier unten also nicht nur Kängurus gesehen, sondern sie aus nächster Nähe erleben und sogar anfassen können. Ein tolles Erlebnis! Daher noch mal ein dickes Danke schön an Cate und Tschaiki, dass sie uns dies ermöglicht haben! Es hat eben doch seine Vorteile Einheimische zu kennen :-)

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Danach ging es dann weiter zu Cates Eltern und ihrem Sohn, wo wir mit leckeren Muffins versorgt wurden, und Peter uns seinen aus Lego gebauten Katapult vorgeführt hatte. Für den Rückweg sind wir dann auf die Bahn umgestiegen, da Cate und Tschaiki ihr Auto während ihrer eigenen Urlaubsreise, die am Montag startet, bei Cates Eltern parken wollten. Cate ist mit ihrem Sohn dann direkt in Hornsby ausgestiegen, um gemeinsam noch ins Kino zu sehen. Wir restlichen 4 wollten dann doch noch mal schauen, was wir – trotz der vorangeschrittenen Stunde – in Sydney noch an Sightseeing mitnehmen könnten. Es war also schon fast 19 Uhr, als wir nördlich der Harbour Bridge aussteigen, um über diese Brücke Richtung Innenstadt zu flanieren, und einen ersten guten Blick auf das Opernhaus werfen zu können. Auch heute war das Wetter übrigens – bis auf ein paar Sonnenstrahlen am Lake Macquarie, bei den Kängurus – wieder sehr bewölkt. Daher haben wir uns die Besteigung des begehbaren Pylons, welcher eine großartige Aussicht auf die Stadt verspricht, für einen Tag mit besserem Wetter aufgehoben.

Auf der anderen Seite angekommen ging es dann nach einem ersten Getränk in einer von Tschaikis Lieblingsbars, dem „Harts Pub“, den Hafen entlang Richtung Opernhaus, welches natürlich von jeder Seite aus begutachtet werden musste. Der kurze Abstecher zum botanischen Garten nebendran war leider vergeblich, da dieser schon geschlossen war. Etliche Fotos und zwei verbrauchte Akkus später, ging es dann durch das Ausgehviertel „The Rocks“ wieder Richtung Bahnstation. Hier konnten wir das Balzverhalten der australischen Großstädter aus nächster Nähe betrachten. Die Weibchen konnten sich in ihrem Schuhwerk meist nur so bewegen, dass es uns schon vom zuschauen weh getan haben. Dafür hat in fast jedem Pub eine Liveband gespielt, sehr coole Sache! Also doch auch nochmal einkehren und ein Getränk unter den Einheimischen zu sich nehmen. Abstrus ist es allerdings bei doch noch guten 20 Grad eine Gruppe junger Frauen in kurzem Rock und High Heels zu sehen, die noch dazu alle eine Weihnachtsmannmütze tragen. Übermorgen ist Heilig Abend! Echt kaum zu glauben.

Inzwischen hatte sich übrigens auch Jenni aus Melbourne gemeldet und uns mitgteilt, dass wir morgen um 8 Uhr von ihr zum Frühstück abgeholt werden. Anscheinend ist ein Bootstripp geplant. Und dass wir dann Richtung Blue Mountains aufbrechen wollten, konnte wir uns auch noch in Erinnerung rufen. Also doch kein Sonntag in Sydney! Wie es aussieht sind wir schon verplant. Jenni aus Melbourne ist übrigens eine Freundin, mit der wir die nächsten Tage dann die Ostküste runter bis nach Melbourne reisen, wo wir dann ins neue Jahr reinfeiern werden. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich in meinen Erzählungen klar machen soll, von welcher Jenni ich jetzt gerade rede. Aber das bekommen wir schon irgendwie hin. Nach dieser Information war allerdings klar, dass der ausführliche Sydney-Besuch doch noch ein paar Tage warten müsste. Aber gegen Ende userer Reise sind wir ja eh wieder hier.

Nach der erneuten Überquerung der Brücke – diesmal in die andere Richtung und bei beleuchteter Stadt – und der erschwerten Suche nach einer Toilette, haben wir dann mit dem Taxi die Heimfahrt angetreten, wo wir auf dem Balkon wieder den Abend schön ausklingen lassen. Nach gut 2 Stunden lustigen Geschichten aus der Jugend und meinem fleißigen getippe sind die Mädels jetzt auch schon im Bett. Ich selbst habe das geschrieben nochmal durchgearbeitet und die zumindest die gröbsten Fehler behoben. Alle weiteren sehr mir bitte nach, denn es ist inwzischen schon wieder 4 Uhr morgen, und in 4 Stunden geht die Reise schon weiter. Damit ihr aber was zu lesen bekommt, voröffentliche ich das noch schnell und mach mich dann ins Bett. Passende Bilder füge ich dann hoffentlich morgen hinzu. Allerdings weiß ich noch nicht, wie es in den nächsten Tagen mit der nötigen Internetverbindung aussieht.

Ein kurzer Hinweis aber noch am Schluss: Was die Kommentare meines Blogs angeht, sollen sich übrigens auch gerne Freunde und Bekannte von Jenni und Caro daran beteiligen. Die beiden Mädels würden sich darüber jedenfalls sehr freuen! Und auch, wenn ich das hier etwas mehr aus meiner eigenen Perspektive erzähle, ist es ja doch ein gemeinsamer Reisebericht, also keine Scheu :-)

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Endlich Australien

Nach einem zweiten unendlich langen Flug sind wir dann doch inzwischen in Sydney angekommen. Den Flug konnte man sich ganz gut mit Filme schauen und schlafen vertreiben, so dass auf meiner to-guck Liste nun mindestens der neuste Batman, Madagascar 3, ParaNorman und Total Recall fehlen, wobei die letzten beiden nicht unbedingt zu empfehlen sind.

Die Ankunft in Sydney hätte allerdings etwas schöner verlaufen können. Denn, nachdem unser – im frankfurt Duty-Free organisierter – Mitbringselschnaps in Korea aus unserem Handgepäck in wackelige Pappcartoons umgeladen wurde, da er eben nicht per Handgepäckt nach Australien eingeführt werde darf, war es wenig verwunderlich, als wir in Sydney nur noch einen nach Schnaps stinkenden Cartoon voll Scherben in Empfang nehemen durften. Wutentbrannt machte sich Jenni gleich auf die Suche nach jemanden, dem man die Schuld dafür geben kann, um zumindest das Geld für den entstandenen Schaden wieder einzutreiben. Nachdem wir unser Gepäck schon erfolglos durch drei verschiedene Stockwerke geschoben hatte, beschloß ich mich mal von den Mädels abzusetzen, um zumindest Tschaiki aufzutreiben, der nicht nur so freundlich sein wollte uns die ersten Nächte bei sich in Sydney aufzunehmen, sondern uns auch noch gleich vom Flughafen abholen wollte, wir aus lauter Scherbenfrust jedoch spontan an ihm vorbeigerannt sein mussten.

Wir haben zwar weder das Geld, noch einen Ersatz für unsere Scherben erhalten, aber Jenni war letztenendes doch einfach froh jemanden ob dieses Malheurs angeschnauzt haben zu können. So saßen wir dann doch irgendwann in Tschaikis, mit einem Kanu und zwei Rädern beladenen Ford und waren auf dem Weg nach Hornsby im norden von Sydney. Auf der Fahrt hatten wir dann auch gleich die erste Begegnung mit der exotischen, einheimischen Tierwelt denn seit zwei Woche hatte Tschaiki eine eigene Armeisenautobahn, die quer durch seinen Wagen führt. Etliche Armeinsenbisse später trafen wir dann doch endlich in Tschaikis hübscher Behausung an und vor allem die Mädels waren froh, sich endlich mal unter die Dusche stellen zu können.

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Mit einem frischen Gefühl, aber dennoch sehr geschafft von der bisherigen Reise, ging es dann wieder in die Innenstadt von Sydney, wo wir erstmal unsere mitgebrachten Euros in australische Dollar wechseln wollten. Hätten wir vorher gewusst, dass man dabei sein ganzen Lebenlauf dazu angeben muss, hätten wir uns das wohl gesparrt und wären einfach an den Automaten gegangen, aber irgendwann hatten wir dann doch unsere Landeswährung und wollten endlich etwas zu essen auftreiben. Tschaiki hatte sich inzwischen zum Weihnachtsessen mit seiner Firma abgesetzt und uns von der Bahnstation Central aus die George Street nordwärts Richtung der berühmten Oper geschickt, wo wir an diesem Tag allerdings nicht mehr ankommen sollten.

Das klang jetzt tragischer, als es sollte. Denn es war einfach so, dass wir nach einem leckeren japanischen Essen (Ramen), und dem Schlendern über die George Street, inklusive eines Abstechers in das Queen Victoria Building, wo es einen 25 Meter hohen Weihnachtsbaum von Swarovski zu begutachten gab, uns schon wieder mit Tschaiki an der Wynyard Station und die Rückreise angetreten haben. Spätestens hier machte sich dann der Jetlag bei uns allen bemerkbar. Tschaiki schien es jedoch nichts auszumachen, dass ich seinen Ausführungen in der Bahn nur mit einem leisen Schnarchen geantwortet habe.

ramen

Zurück in Hornsby ging es dann gleich mal einkaufen, da für den Abend ein leckeres BBQ auf Tschaikis Balkon geplant ist. Das Wetter ist übrigens nicht so überragend, wie es die meisten Neider wohl glauben würden. Das heißt, dass es zwar angenehme 21 Grad sind, aber eine lange Hose und Pulli durchaus nicht verkehrt sind, da es doch sehr bewölkt und durch aufkommenden Wind auch etwas frisch ist. Aber ich will ja nicht meckern :-)

So … die Känguru-Steaks sind auch gleich fertig, daher verabschiede ich mich mal für heute (nicht vergessen, wir sind euch hier ja 10 Stunden vorraus) und melde mich dann morgen, nach unserer ausführlichen Sydney-Besichtigung, wieder. Jetzt heißt es lecker essen und Passionfruit-Margarita bzw. mitgebrachten Äppler trinken.