Nach einem zweiten unendlich langen Flug sind wir dann doch inzwischen in Sydney angekommen. Den Flug konnte man sich ganz gut mit Filme schauen und schlafen vertreiben, so dass auf meiner to-guck Liste nun mindestens der neuste Batman, Madagascar 3, ParaNorman und Total Recall fehlen, wobei die letzten beiden nicht unbedingt zu empfehlen sind.
Die Ankunft in Sydney hätte allerdings etwas schöner verlaufen können. Denn, nachdem unser – im frankfurt Duty-Free organisierter – Mitbringselschnaps in Korea aus unserem Handgepäck in wackelige Pappcartoons umgeladen wurde, da er eben nicht per Handgepäckt nach Australien eingeführt werde darf, war es wenig verwunderlich, als wir in Sydney nur noch einen nach Schnaps stinkenden Cartoon voll Scherben in Empfang nehemen durften. Wutentbrannt machte sich Jenni gleich auf die Suche nach jemanden, dem man die Schuld dafür geben kann, um zumindest das Geld für den entstandenen Schaden wieder einzutreiben. Nachdem wir unser Gepäck schon erfolglos durch drei verschiedene Stockwerke geschoben hatte, beschloß ich mich mal von den Mädels abzusetzen, um zumindest Tschaiki aufzutreiben, der nicht nur so freundlich sein wollte uns die ersten Nächte bei sich in Sydney aufzunehmen, sondern uns auch noch gleich vom Flughafen abholen wollte, wir aus lauter Scherbenfrust jedoch spontan an ihm vorbeigerannt sein mussten.
Wir haben zwar weder das Geld, noch einen Ersatz für unsere Scherben erhalten, aber Jenni war letztenendes doch einfach froh jemanden ob dieses Malheurs angeschnauzt haben zu können. So saßen wir dann doch irgendwann in Tschaikis, mit einem Kanu und zwei Rädern beladenen Ford und waren auf dem Weg nach Hornsby im norden von Sydney. Auf der Fahrt hatten wir dann auch gleich die erste Begegnung mit der exotischen, einheimischen Tierwelt denn seit zwei Woche hatte Tschaiki eine eigene Armeisenautobahn, die quer durch seinen Wagen führt. Etliche Armeinsenbisse später trafen wir dann doch endlich in Tschaikis hübscher Behausung an und vor allem die Mädels waren froh, sich endlich mal unter die Dusche stellen zu können.
Mit einem frischen Gefühl, aber dennoch sehr geschafft von der bisherigen Reise, ging es dann wieder in die Innenstadt von Sydney, wo wir erstmal unsere mitgebrachten Euros in australische Dollar wechseln wollten. Hätten wir vorher gewusst, dass man dabei sein ganzen Lebenlauf dazu angeben muss, hätten wir uns das wohl gesparrt und wären einfach an den Automaten gegangen, aber irgendwann hatten wir dann doch unsere Landeswährung und wollten endlich etwas zu essen auftreiben. Tschaiki hatte sich inzwischen zum Weihnachtsessen mit seiner Firma abgesetzt und uns von der Bahnstation Central aus die George Street nordwärts Richtung der berühmten Oper geschickt, wo wir an diesem Tag allerdings nicht mehr ankommen sollten.
Das klang jetzt tragischer, als es sollte. Denn es war einfach so, dass wir nach einem leckeren japanischen Essen (Ramen), und dem Schlendern über die George Street, inklusive eines Abstechers in das Queen Victoria Building, wo es einen 25 Meter hohen Weihnachtsbaum von Swarovski zu begutachten gab, uns schon wieder mit Tschaiki an der Wynyard Station und die Rückreise angetreten haben. Spätestens hier machte sich dann der Jetlag bei uns allen bemerkbar. Tschaiki schien es jedoch nichts auszumachen, dass ich seinen Ausführungen in der Bahn nur mit einem leisen Schnarchen geantwortet habe.
Zurück in Hornsby ging es dann gleich mal einkaufen, da für den Abend ein leckeres BBQ auf Tschaikis Balkon geplant ist. Das Wetter ist übrigens nicht so überragend, wie es die meisten Neider wohl glauben würden. Das heißt, dass es zwar angenehme 21 Grad sind, aber eine lange Hose und Pulli durchaus nicht verkehrt sind, da es doch sehr bewölkt und durch aufkommenden Wind auch etwas frisch ist. Aber ich will ja nicht meckern :-)
So … die Känguru-Steaks sind auch gleich fertig, daher verabschiede ich mich mal für heute (nicht vergessen, wir sind euch hier ja 10 Stunden vorraus) und melde mich dann morgen, nach unserer ausführlichen Sydney-Besichtigung, wieder. Jetzt heißt es lecker essen und Passionfruit-Margarita bzw. mitgebrachten Äppler trinken.


3 Antworten auf „Endlich Australien“
Na, das klingt doch nach einer spaßigen Anreise ;)
Erfahrungswert Nr 1: solltet ihr in die Kirche gehen wollen am 24. Fächer o.ä.nicht vergessen *hihi*
Ich wünsch euch schöne Feiertage!
LG
Genial die Zweite!! Schön dass ihr es geschafft habt und es euch gut geht. Vergesst den billigen Fusel! Wie war das Känguru??
21 Grad, man Lemler, dann hätteste auch hier bleiben können. Die haben wir nämlich hier auch fast – unfassbar. Frohes Weihnachten!