Bei uns ins es inzwischen schon Heilig Abend, daher erst mal Frohe Weihnachten an alle Blog-Leser! Außerdem schreibe ich diesen Blog-Eintrag zum ersten mal morgens, da es gestern einfach doch die Rache von Jetlag gab, der natürlich noch nicht überstanden war. Dass ich gerade einmal 1,5 Stunden geschlafen hatte könnte damit natürlich auch zusammenhängen ;-) Aber kommen wir doch mal zum Erlebten von Sonntag.
Wie angekündigt kam Australien-Jenni kurz nach 8 bei unserem momentanen Wohnsitz vorbei, um uns zum Frühstück bei der Empire Marina in Bobbin Head, also einem kleinen Hafen, wo viele Segelboote vor Anker lagen. Als wir unsere großen Taschen schultern, um sie in Jennis Auto zu tragen, schaut sie uns fragend an: „Ihr bleibt doch noch eine Nacht hier!“. Anscheinend hat echt keiner von uns Jennis Mails richtig gelesen, oder zumindest richtig verstanden. In die Blue Mountains geht es erst am nächsten Tag. Also die Taschen da gelassen, aber trotzdem schon mal bei Cate und Tschaiki verabschiedet, da diese an dem Abend auf eine Weihnachtsparty gehen, anschließen auswärtig nächtigen und dann direkt ihre eigene Reise an Westküste antreten wollten. Wir bekamen aber den Schlüssel für die Wohnung und die Erlaubnis sowohl an diesem Abend, aber auch, wenn wir vor dem Rückflug nach Hause wieder hier in Sydney sind, in ihrer Wohnung zu nächtigen. Ihr seid die Besten! Danke!
In Bobbin Head angekommen lernen wir Jennis Freundin Isabel und einen Teil ihrer Verwandtschaft kennen. Bei (endlich mal) sonnigen Wetter sitzen wir also am Anlegesteg und bestellen uns ein leckeres Frühstück. Unabgesprochen bestellen wir drei das gleiche Essen, Brioche mit Avokado-Creme und blanchiertem Ei. Lecker! Auch hier gibt es natürlich wieder ein Bild. Dieser Blog wird wohl eher eine Art kulinarischer Reiseführer ;-) Auch die Mädels waren von dem blanchieren Ei begeistert und wollten gleich mal herausfinden, wie das denn gemacht wird, um es zu Hause mal nachzukochen. Der Schwiegervater von Isabel hat sich auch immer mal wieder an unser Ende des Tisches gesetzt, um mit uns ins Gespräch zu kommen. Die plötzliche Frage, ob wir denn Lust auf einen kleinen Bootstrip hätten trifft uns dann doch sehr unvorbereitet, aber wir waren nicht schwer dafür zu begeistern. Dieser Trip sollte ein Geschenk an Jenni sein, und da wir nun zufällig dabei waren, durften wir mit. Isabels Familie selbst hatte dann noch andere Termin und lies unsere nun auf 4 angewachsene Reisegruppe, nicht ohne uns auch noch auf das Frühstück einzuladen, alleine mit dem bezahlten Bootstrip zurück.
Die nächsten 2 Stunden sind wir also nun mit unserem kleinen Motorboot von Bobbin Head bis nach Cottage Point, in den Smiths Creek und wieder zurück geschippert. Kurz nachdem Jenni (de) mal das Steuer bzw. den Motor übernommen hatte, wurde sie auch gleich von der Wasserpolizei angehalten und nach den Fahrzeugpapieren gefragt. Naja, eigentlich haben die guten Herren nur sichergestellt, dass bei uns alles in Ordnung ist, und wir auch alle nötige Ausrüstung an Bord haben. Ein lustiges Erlebnis war es trotzdem :-)
Da wir also doch erst am Montag in die Blue Mountain fahren, stand für den Nachmittag noch gar nix an. Also ergriffen wir die Chance und hakten einen unserer letzten offenen Punkte in Sydney ab: Manly Beach. Mit dem Wagen von Jenni (au) fuhren wir also direkt nach Manly Beach, wo mir das erste mal meine Müdigkeit bewusst wurde, und ich zumindest etwas meine Augen ausgeruht habe. Dort angekommen gab es dann gleich mal was zu essen gab, um die Batterien wieder aufzuladen. Daher nun also ein Bild von einem Burger (mit Roter Beete, was typisch für Australien ist). Vom Restaurant hatten wir dann auch endlich den ersten Blick auf einen Strand. Drei Tag in Australien, und jetzt erst einen Strand gesehen, schwache Leistung, aber wir versprechen noch mehr davon. Nach dem Essen sind wir dann auch gleich den Strand entlang spaziert und haben dabei die enormen Wellen beobachtet, die dafür sorgten, dass baden leider nicht erlaubt war, aber wir hatten unsere Badeklamotten eh nicht dabei. Anschließend sind wir durch die Promenade geschlendert, wo alle paar Meter ein Kind mit einer roten Mütze auf irgendwelche Weihnachtslieder zum besten gab, was immer noch ein surreales Gefühl ist.
Auf der anderen Seite der Halbinsel angekommen, ging es dann mit der Fähre noch mal in die Innenstadt von Sydney, sodass wir auch noch mal bei Tag jede Menge Fotos von der Oper und der Harbour Bridge machen konnten. Ebenso konnte wir nun den botanischen Garten betreten, der uns gleich mit einem Schild begrüßte, auf dem stand „Please walk on the grass! We also invite you to smell the flowers, hug the trees and picnic on the lawns.“. So was würde es in Deutschland nicht geben. Ich musste auch dreimal nachlesen, bis ich mir sicher war, dass ich nicht vielleicht doch das „not“ überlesen hatte ;-)
Da das Auto ja noch in Manly standen, stand noch eine zweite Fahrt mit der Fähre auf dem Programm. Bevor wir also alle auf der Wiese im Park eingeschlafen sind, machten wir uns wieder auf den Weg, und dachten dabei auch schon wieder ans Essen. Cate und Tschaiki hatte uns das afrikanische Restaurant „Out of Africa“ empfohlen, wofür wir ihnen im Nachhinein auch sehr dankbar waren, denn auch dort war das Essen wieder sehr lecker. Auf der Rückfahrt war ich dann so freundlich meinen Augen eine weitere Pause zu gönnen, die beiden hingen die letzten Stunden eh nur noch auf Halbmast.
Zurück im Hause von Cate und Tschaiki (Jenni (au) übernachtete wieder bei ihrer Freundin Isabel), gab es die nächste Überraschung. Die beiden (oder zu diesem Zeitpunkt zumindest Tschaiki und Peter) hatten sich entschieden nach der Party doch zu Hause zu nächtigen. Eigentlich also wieder die passende Zeit für einen gemütlichen Ausklang des Tages auf dem Balkon, doch jetzt musste endgültig dem Jetlag Tribut gezollt werden. Da unsere Gastgeben am nächsten Tag auch schon um halb fünf Uhr früh zum Flughafen musste, war auch ihnen ein zeitiges Zubettgehen recht. Und auch mein Blog-Eintrag musste warten, jetzt hieß es erst mal ausschlafen!
Jetzt sitze ich also nach erholsamen 9 Stunden Schlaf doch schon um halb 9 wieder hier auf dem Balkon und schreiben meinen Blog-Eintrag. Der Kampf mit dem Jetlag scheint also endlich überwunden zu sein. Da alle bisherigen Vorhersagen, die ich getroffen hatte, eher nicht eingetroffen sind, bin ich da nun etwas vorsichtiger. Aber allerdings Voraussicht nach fahren wir heute in die Blue Mountains, wo wir bei einem leckeren Grillabend Weihnachten zelebrieren.
Euch allen ein frohes Fest!!!








4 Antworten auf „Der Jetlag schlägt zurück“
Euch auch frohe Weihnachten.
Jetzt bin ich mit meinen Kommentaren auch endlich auf der Höhe der Zeit ;)
Ist es wirklich „die“ Blog? Egal….
Bin auf die Bilder von Blue Mountain gespannt und das nächte Burger/Essens-Bild. Da kriegt man verdammten Hunger hier im kalten Deutschland um 00:50 Uhr.
Lasst es euch gut gehen und viel Spaß. Frohes Fest!!!
Da hat einer aber fleißig die Blog gelesen ;-) Ich glaube aber auch, dass es wohl doch „der“ Blog ist, und habe das dahingehend mal korrigiert. Teilweise bin ich schon froh, dass es mit dem Deutsch überhaupt noch klappt.
Die Blue Mountains werden wir uns wohl morgen dann in Ruhe anschauen. Heute war eher Entspannung angesagt. Aber das gibt es auch demnächst im neusten Beitrag zu lesen :-)
Also feiert noch schön alle miteinander!!!
Deutschland um halb zwei. Wir sitzen schon unter dem Weihnachtsbaum (bzw. eigentlich daneben) und ruhen und noch ein wenig aus, bevor die nächsten Gäste kommen.
Die Holländer mit den beiden Kindern sind schon da; Uwe und Martina dürften bald kommen. Ob Christian und Maren kommen ist noch nicht klar, weil Christian vorgestern noch Fieber hatte. Wir hoffen mal, dass es ihm besser geht.
Dir und Deinen Mädels wünschen wir von hier aus schöne Weihnachten. Warme Weihnachten haben wir hier übrigens auch: Als wir eben bei 14 Grad einkaufen waren haben wir kurz überlegt, ob ein T-Shirt nicht gereicht hätte…
Liebe Grüße nach Australien
Karsten, Christina, Lina und Amelie
Nachdem ich erfahren habe, dass Blue Mountain-Kaffee doch eher in die Karibik und nicht nach Australien einzuordnen ist, sind meine Hoffnungen auf ein außergewöhnliches Geschenk von Jenni doch etwas gesunken. Flaschenöffner aus Känguru-Hodensäcken oder Lampenschirme aus Aborigines-Haut werden schwer zu importieren sein und gefallen leider auch nur bedingt.
Ich wünsche Euch ein tolles Weihnachtsfest am anderen Ende des Planeten und genießt die Zeit, wir halten in einem Deutschland mit nahezu tropischen Temperaturen die Stellung.
Da ich keine Ahnung hab, wie man ein Foto in einem Blog postet versuch ich’s mal so:
Dicken Knutscher an Jenni
Flo