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Sydney

Auf dem Weg nach Sydney

Mittwoch frueh ging es dann wieder zu dritt auf den Weg zu unserem ersten Zwischenstopp in Surfers Paradise. Hier wurden wir zuerst von den beeindruckenden Hochhausern ueberrascht. Na gut, als Frankfurter ist man von so was jetzt nicht wirklich ueberwaelltigt, aber wenn man vorher nur viel Landschaft und wenn ueberhaupt mal ein paar niedrige Gebaeude sieht wirken diese in den Himmel ragenden Hotels doch gigantisch. Insgesamt wirkte die Stadt eher wie eine Hotellandschaft mit vielen Restaurants und einem zwar tollen, aber auch sehr ueberfluellten Sandstrand. Es ist wohl so was wie der australische Ballermann. Nach einem Snack im Charlies und einem kurzen Besuch am Strand waren wir daher auch nicht wirklich traurig, als wir uns weiter auf den Weg nach Byron Bay machten.

surfers paradise

Ein paar Stunden spaeter kamen wir dann also in Byron Bay an, wo wir von einer weiteren Partystadt, aber mit ganz anderem Flair ueberrascht wurden. Hier gab es keine Hochhauser, die kleinen Klamottenlaeden wirkten sehr alternativ, und auch hier und dort roch man ein wenig Gras. Im Gegensatz zu Surfers Paradise hatten wir hier also eher die Hippyhochburg getroffen. Und apropos getroffen. Am Strand lief uns doch tatsaechlich Stefan, den wir schon auf Fraser Island getroffen hatten ueber den Weg. Gemeinsam haben wir dann einen Kaffee getrunken und uns danach auf den Weg zum Leuchtturm gemacht, der zwar von unten nicht sehr spektakulaer anmutete, oben aber mit einer tollen Landschaft und einer grossartigen Aussicht die Fahrt belohnte. Hoffentlich noch rechtzeitig konnten wir Stefan wieder unten im Ort abliefern, wo er noch sein Rucksack samt Zelt aus einem Schliessfach holen musste, sonst wuerde es wohl eine Nacht unter freiem Himmel fuer ihn. Wir drei selbst haben dann gegen 20 Uhr noch auf den Weg nach Coffs Harbour gemacht, wo unser naechstes Motel auf uns wartete, und womit mir die Haelfte der Strecke nach Sydney hinter uns gebracht haetten. Kurz vor 22 Uhr rief dann auch der Rezeptionist auf Jennis Handy an, da er eigentlich Feierabend machen wollte. Zum Glueck war er aber so freundlich und hat noch die halbe Stunde auf uns gewartet, bis wir dann doch noch die letzten 40 Kilometer hinter uns gebracht haben. Man kommt hier einfach nicht so schnell voran wie in Deutschland.

byron bay

In Coffs Harbour haben wir natuerlich erst mal den Hafen besucht, um dort mal wieder pochierte Eier zu uns zu nehmen und anschliessend auf die Muttonbird Island zu spazieren. Insgesamt war Coffs Harbour nach dem ganzen Trubel in Surfers Paradise und Byron Bay eine willkommene Oase der Ruhe. Einfach mal ein wenig die schoene Natur geniessen. Aber da wir ja noch weitere knapp 600 Kilometer bis Sydney vor uns hatten, ging es nach einem laengeren Zwischenstopp im Einkaufszentrum dann doch wieder auf den Highway. Aber natuerlich ging auch diese Fahrt nicht ohne den Besuch einer weieren Stadt ueber die Buehne. Als ersten Stopp hatten wir uns Port Macquarie und waren doch etwas ueberrascht, als uns das Navi erzaehlte, dass wir in diesem Fall um eine Fahrt mit der Faehre nicht drum herum kaemen, aber darauf liessen wir es ankommen.

coffs harbour

Kurz bevor wir dann vor der Faehre standen, konnten wir beim Vorbeifahren erst mal ein paar Villen bewundern, von denen jede einen eigenen Bootanlegesteg hatte. Dafuer, dass es zwar die dritt aelteste Stadt des australischen Festlandes ist, urspruenglich aber eine Strafkolonie war, nicht schlecht. Ein kurzer Abgleich des Lonely Planets mit dem Navi zeigte, dass die beiden durchaus eine unterschiedliche Auffassung vom Begriff Stadtmitte haben, weswegen die Fahrt mit der Faehre dann doch nicht noetig war. Das Stadtzentrum selbst war allerdings auch nicht so berauschend, sodass das eigentlich Highlight an diesem Halt der McOZ war, den ich hier zu mir genommen habe. Das besondere an einem australischen Burger ist uebrigens, dass sie ihn noch mit roter Beete belegen.

mcoz

An diesem Punkt war ich dann von der ganzen Fahrerei so muede, dass ich Jenni mal das Steuer ueberlies und es mir auf dem Ruecksitz bequem machte. Vielleicht haette ich doch lieber wach bleiben sollen und zumindest die Route kontrollieren, denn als ich das erste mal die Augen wieder oeffnete wurde mir von Caro nur versichert, dass alles nach Plan laufe … das gibt einem schon zu denken. Beim zweiten mal erwischte ich Jenni dabei, wie sie alle Ecken eines Parkplatzes auskundschaftete, da sie den Ausgang nicht fand. Ich hatte mir die Frage, warum wir ueberhaupt ueber einen Parkplatz fahren einfach mal verkniffen. Und schliesslich haben wir es auch noch zum Ort unseres letzten Zwischenstopps geschafft, und zwar dem Jungry Jacks kurz vor Newcastle. Eigentlich war die Stadt selbst geplant, aber da es inzwischen schon nach 21 Uhr und dunkel war, hatten wir uns den Besuch der Stadt gespart und lieber dafuer gesorgt, dass Caro noch ihren Hunger stillen konnte, denn seit dem Fruehstueck hatte sie bis auf eine Packung Kekse nichts mehr zu sich genommen.

hungry jacks

Nach diesem kleinen Abendessen uebernahm ich dann auch wieder das Steuer und fuehrte uns auch ohne weitere Umwege direkt wieder zu Tschaikis Wohnung in Hornsby. Nach knapp 3 Wochen kamen wir also wieder am Anfang unserer Reise in Australien an. Das hatte echt was von nach Hause kommen. Das eigentliche nach Hause kommen nach Good old Germany war jetzt allerdings auch nicht mehr lange hin. Zwei Naechte noch bis Samstag frueh dann der Flieger nach Seoul und von dort dann am Sonntag nach Frankfurt startet.

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