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Princes Highway

Der Princes Highway

Da sind wir wieder! Nach 2 langen Fahrten, den Übernachtungen auf dem Campingplatz und dem heutigen Tag im Wilsons Promontory National Park, habe ich endlich mal wieder Zeit und die passende Internetverbindung, um euch auf den neusten Stand zu bringen. Bevor ich euch von aber von dem tollen Besuch im National Park erzähle, werde ich erst mal chronologisch das Erlebte auf der Fahrt hier herunter zum besten geben.

Am 26. Dezember sind wir also in den Blue Mountain aufgebrochen. Das Ziel unserer Fahrt war noch nicht ganz klar. Eigentlich sollte es nach Pambula Beach gehen, wo bereits ein Zeltplatz für 2 Tage gebucht auf uns wartete. Da das Wetter die letzten Tage jedoch nicht ganz Camping tauglich war, wollten wir erst mal abwarten, wie es sich über den Tag hin entwickelt. Als Alternative hatte Jenni (au) die Idee ein paar Bekannte zu fragen, die auch auf unserem Weg wohnen, und uns vielleicht Unterkunft gewähren würden. Da die gesamte Strecke über 500 Kilometer betrug, hatten wir nicht nur genügend Zeit das Wetter abzuwarten, sondern ebenso uns zu überlegen, was wir unterwegs denn noch sehen könnten. Jenni (de) fand dann Straßenatlas die Fitzroy Falls, welche genau auf unserer Route lagen. Dort angekommen gab es dann erst mal ein Picknick, und danach den Besuch des Wasserfalls. Der Wasserfall selbst war zwar recht unspektakulär, dafür hatten wir dort jedoch sonst eine großartige Aussicht. Vermutlich wäre die Aussicht vom Echo Point noch beeindruckender gewesen, aber auf diese Weise hatten wir zumindest einen Eindruck, wie so eine Aussicht bei besserem Wetter denn sein kann.

fitzroy falls

Danach ging es weiter auf unserem Roadtrip, und dort auch schon bald auf den Princes Highway, der Fernstraße von Sydney über Melbourne nach Port Augusta, immer schön der Küste lang. Diese Straße ist allerdings in der Regel nur einspurig, und das maximal erlaubte Tempo in Australien beträgt 110 km/h. So braucht man hier in Australien für diese 500 Kilometer nicht nur 4 Stunden, wie in Deutschland, sondern eher 7. Die Uhren gehen hier definitiv anders. Da sich das Wetter inzwischen jedoch entspannt hatte, hatte ich die Mädels davon überzeugen können, dass zelten doch ein gute Idee ist. Ich selbst hatte da nämlich richtig Lust drauf. Vor allem, da es unserem Urlaub eine neue Facette hinzufügen würde. Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir dann auch endlich am Pambula Beach an und konnte noch schnell unsere Zelte aufbauen, bevor es dafür zu dunkel war. Danach noch schnell ein Besuch am Strand, eine Flasche Wein, und dann ging es auch schon in die Schlafsäcke.

bambula beach

Der nächste Tag war dann dafür gedacht, sich dort die Gegend anzuschauen, genaue Pläne gab es aber noch nicht. Zum Frühstücken ging es erst mal in das benachbarte Merimbula. Die Stadt ist unter anderem dafür bekannt, dass man dort auch tolle Whalewatching Touren machen kann, nur leider war die Saison dafür gerade abgelaufen. Die Wale sind alle schon im warmem Queensland, wo wir inzwischen auch gerne mal wären, denn das „kalte“ Wetter ging uns schon langsam auf den Keks. Es wurde aber Delfin-Touren angeboten, wo wir dann auch direkt zugeschlagen haben. Da die 2 Stunden Tour jedoch erst am späten Nachmittag startete, haben wir uns die Zeit bis dahin im nahe gelegenen „Potaroo Palace“, einer Art Auffangstation für heimische Tiere, vertrieben. Hier konnte wir also ein paar weitere australische Tiere aus der Nähe betrachten, und sogar Kängurus und Emus aus der Hand füttern. Apropos Kängurus, das hätte ich ja fast vergessen. Direkt neben unserem Campingplatz hatte auch eine Känguru Herde ihr zu Hause. Jedoch Nacht sind also einige diese Tiere über den Campingplatz gestreift, um nach essbaren zu suchen. Das erste, was ich also am ersten Morgen auf dem Campingplatz sah, als ich meinen Kopf aus dem Zelt streckte, war einer jener Gesellen, der direkt zwischen unseren Zelten stand. Die Mädels konnten kurz danach nur noch dessen Hinterlassenschaften bewundern.

Die Delfin-Tour, die wir im Anschluss unternommen hatten, war ein wirklich wilder Ritt auf einem größeren Katamaran. Diese Tour hatte fast alles, bis auf Delfine. Wir waren gute 2 Stunden auf der rauen See unterwegs, aber kein Flipper lies sich blicken. Der Ritt über die Wellen selbst kam jedoch der Fahrt auf einer Achterbahn sehr nah, und war dadurch sehr unterhaltsam. Man musste echt aufpassen, dass man nicht von Deck ins offene Meer katapultiert wurde. Und dann gab es auch noch diese eine Welle, die wir dann doch eher frontal getroffen hatten :-) Also nicht ganz das, was versprochen wurde, aber doch ein riesiger Spaß.

define cruise

Nachdem die Mädels sich dann am Auto wieder was trockenes angezogen hatten, ging es auch schon wieder was essen. Zurück auf dem Zeltplatz war es dann wieder zu spät, um doch noch mal den Strand als solchen wahrzunehmen, und sich mal ins Meer zu wagen, also auch am 7. Tag in Australien immer noch keine Badehose angehabt :-( Nass geworden sind wir aber trotzdem. Und am Abend konnte ich dann noch ein wenig mit den Einstellungen meiner Kamera experimentieren. So ein Foto bekommt man also, wenn die Mädels auf der Suche nach irgendwas mit einer Laterne unterwegs sind, und ich das ganze eine Minute lang per Foto festhalte :-)

suche

Am nächsten Morgen hieß es dann wieder früh packen und ab auf die Piste. Es gab nicht mal Zeit für Caro einen der lebenswichtigen all morgendlichen Kaffees zu organisieren. Aber schon im nächsten Ort wurde auch schon die bitter nötige Frühstückspause eingelegt. Jetzt ratet mal, wie dieser Ort hieß? Wir waren doch tatsächlich in Eden! Ein Garten war dort zwar nicht ausgeschildert, dafür aber ein Hafen und eine Aussichtsplattform, von der man prima Wale auf ihrer Wanderung in den warmen Norden (denkt dran, hier läuft das alles ein wenig umgekehrt) beobachten könnte. Aber wie schon auf unserem Bootsausflug, war es natürlich auch hier schon zu spät dafür. Eine hübsche Aussicht gab es aber trotzdem.

eden

Wie ihr sehr, gibt es ausnahmsweise mal ein Bild vom Essen, sondern von der Umgebung, ich hoffe ihr verzeiht es mit ;-) Von Eden ging es dann weiter den Princes Highway nach Süden. Die große Frage war, was wir denn unterwegs noch alles sehen wollten, wofür wir gleich wieder den Lonely Planet zu rate zogen. Dort ist uns gleich der 90 Miles Beach aufgefallen. Bei seiner beachtlichen Länge von über 150 Kilometern ist dieser Strand natürlich nicht nur an einer Stelle zu besichtigen, sodass wir uns einfach zunächst den nächsten nennenswerden Punkt aus dem Lonely Planet ausgesucht haben, uns zwar Mallacoota, den östlichsten Ort von Victoria. Allerdings hatten wir auch erst kurz vorher die Grenze von New South Wales zu Victoria überschritten. Und da wir an der Ostküste unterwegs sind, war diese Aussage nicht wirklich überraschend. Trotzdem gab es nun einiges schönes an Sandstränden zu sehen. Nachdem wir Mallacoota selbst besichtigt hatten, kam Caro auf die Idee noch ein Stück weiter in den dortigen National Park zu fahren, um dort auf ein paar hübsche Sanddünen zu treffen. Trotz eines weiteren 8 Kilometer langen Trips in die Wildnis haben wir zwar keine Sanddünen gefunden, aber einen weiter traumhaften Sandstrand. Allerdings sagen die Sandstränge zwar alle wunderschön aus, es war jedoch an jedem auch sehr windig und frisch, sodass ich mich häufig an die guten alten Familien Urlaub auf Rømø erinnert fühle. Tolle große Sandstrände, und auch durch aus viel Sonnenschein, aber doch soviel kühler Wind, dass man eher wenig versucht ist, sich mal ins Meer zu wagen. Meine Geschwister werden wissen was ich meine. Trotzdem hier ein paar Bilder von der Stränden.

Durch diesen kleinen Abstecher hatten wir allerdings gute 2,5 Stunden verloren, was dazu führte, dass wir uns weiter Zwischenstopps (nach diesem ersten Zwischenstopp) schon gut einteilen mussten, um den Rest der Route noch in angemessener Zeit zu schaffen. Der einzige Stopp, den wir daher noch eingelegt hatten, war also Seaspray, um doch noch den 90 Miles Beach aus der Nähe zu betrachten. Am Abend gegen 21 Uhr kamen wir dann in unserem Ziel von diesem Roadtrip an, in Fish Creek. Da um um diese Zeit auch schon die Küche schloss, hatten wir Glück überhaupt noch etwas zu essen zu bekommen, aber dieses Foto erspare ich euch an dieser Stelle. Es gab also noch ein paar Bierchen, und dann ging es ab ins Bettchen, zu müde um noch einen Blogeintrag zu schreiben, was ich ja hiermit nachgeholt habe. Allerdings habe ich immer noch 2 Tage nachzuholen. Im nächsten Eintrag (den ich gleich anfange zu schreiben) erzähle ich dann, was wir im Wilsons Promontory Natinal Park erlebt haben.