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Fraser Island

Fraser Island

Unglaublich! Was wir hier alles erleben geht echt auf keine Kuhhaut. Zum Glück hat mein Blog ein wenig mehr Platz als eine Kuhhaut ;-) Da ich kaum weiß, wo ich anfangen soll, probiere ich es doch einfach mal auf die gute, alte, chronologische Art und Weise, am Anfang. Allerdings versuche ich mich auch heute etwas kurz zu halten, da hier das Internet was kostet, und wir auch demnächst aufbrechen wollen.

Am Donnerstag kamen wir also hier in Hervey Bay an, und haben hier auch gleich unsere Touren zu Fraser Island – der größten Sandinsel der Welt – gebucht. Freitag morgen ging es dann um 7:30 Uhr mit dem Shuttelbus zum Hafen, von wo wir die sogenannte Remote Tour starteten. Das besondere daran ist, dass man weniger auf der Insel selbst rum fährt, sondern mit dem Schiff die Westküste lang schippert, und hier und dort mal an Land geht. Auf dieser Tour haben wir dann auch tatsächlich doch noch unsere Delfine gesehen, sogar zwei verschiedene Sorten, und dann auch noch mit Nachwuchs, auch eine Meeresschildkröte strecke mal ihnen beachtlichen Körper aus dem Wasser.

Bei einem ersten Stopp ging es dann Schnorcheln und Kanufahren. Hier hatten wir auch das Glück 2 weitere Meeresschildkröten zu treffen und mit diesen ein paar Meter gemeinsam zu schwimmen. Auch Stachelrochen und weitere kleinere Fische sind aus dabei begegnet. Zurück auf dem Boot gab es dann ein Barbecue … was auch sonst ;-) Der nächste Halt brachte uns dann an das nördliche Ende der 130 Kilometer langen Insel, wo wir den dort errichteten Leuchtturm aus der Nähe betrachten konnten. Anschließend ging es auch schon wieder auf die lange Rückfahrt und wir beendeten den Abend mit einen Besuch beim Italiener, der allerdings nicht unbedingt zu empfehlen ist.

Am Samstag starten wir dann ebenfalls so früh zu unserem Trip auf und über die Insel, inklusive Übernachtung. Da die ganze Insel nur aus Sand besteht, kann sie nur mit Geländefahrzeugen befahren werden. Nachdem uns also unsere Fähre von River Heads auf die Insel brachte, bestiegen wir einen solchen geländefähigen Bus, der etwas mehr als 30 Leute fasste, welche unsere Reisebegleitung für die nächsten 2 Tage darstellten. Diese geführte „Cooldingo“ Tour war für Leute von 18 bis 35 ausgelegt, sodass wir ein paar neue Leute kennenlernen konnten, größten Teils Deutsche und Schweizer.

Am ersten Tag sind wir durch den, auf der Insel wachsenden, Regenwald marschiert, wo wir eine Echsen entdeckt haben, Vögel hörten die wir leider nicht sahen und dafür aber mit einem tollen Bad im Lake McKenzie belohnt wurden. Der wilde Ritt mit dem Bus über die sandigen „Straßen“ der Insel führte uns dann abends zurück ins Resort, wo wir in Zimmer eingeteilt wurden, die mit ihren Hochbetten eher an eine Jugendherberge erinnerten. Da jede Hütte mehrere Zimmer besaß, kam man beim abendlichen Bierchen noch gut ins gespräche mit den anderen Reisegefährten, sodass man am nächsten Tag schon ein kleines Gruppenfeeling entwickeln konnte.

Am zweiten Tag ging es mit dem Bus den ganzen Strand der Ostküste hinauf, bis zu den Champagne Pools, wo das baden aufgrund der starken Wellen und spitzen Steine recht gefährlich war. Unterwegs hatten hatten wir die Möglichkeit das Wrack der Maheno zu fotografieren, welches an der Küste liegt. Der angebote Rundflug über die Insel kam für uns allerdings nicht in Frage. Nach dem Besuch in den Pools wartete allerdings das nächste tragische Highlight auf uns.

Wie bereits kurz angerissen, sind die sandigen Wege auf der Insel schwer zu befahren und man wir unterwegs wirklich gut durchgeschüttelt weswegen auch Anschnalpflicht herrschte. Dass der Spruch unseres Tour-Guides: „die Decke des Busses ist schön weich gepolstert, damit ihr euch den Kopf nicht so weht tut, falls ihr vergesst euch anzuschnallen“ nicht bloß ein Witz war, sollten wir bald merken. Zum Glück waren es aber nicht wir, die ihrer Anschnalpflicht nicht nachkamen, sondern es traf ein französisches Pärchen, die in der letzten Reihe des Busses saßen, wo es auch noch am gefährlichsten ist. Nach der Fahrt über ein sehr holpriges Stück und 3 Flügen zur Decke und zurück, haben die beiden sich hoffentlich nur die Wirbelsäule gestaucht, das Rönten wird Aufschluss darüber bringen. Während die beiden sich also vor Schmerzen krümten, blieb dem Rest der Reisegruppe nicht viel anderes übrig, als gemeinsam auf den Krankenwagen zu warten. Als dieser dann endlich ankam, halfen alle – soweit die konnten – mit die beiden nach Anweisung des Arztes zu versorgen und für den Transport vorzubereiten. Zwei Mädels der Gruppe erklärten sich auch bereit die beiden mit ins Krankenhaus zu begleiten. Ich bin nun echt froh, dass mir nur der Laptop geklaut wurde. Schlimmer geht immer. Der Rest der Tour lief dann unter etwas gedrückter Stimmung und mit einem Bad im Süßwasserfluss Eli Creek weiter.

Nach einem Abendessen am Büffet im Resort ging es dann mit der Fähre zurück ans Festland und von dort mit dem Bus zu unserem Bay, Bad and Breakfast, wo wir auch Are wieder trafen, einen Norweger, den wir am Abend zuvor kennenlernten und der sich heute unsere Reisegruppe nach Noosa anschließt. Ich muss hier jetzt auch mal enden, da alle schon auf mich warten. Wie ihr seht, erleben wir hier echt einiges. Mal sehen, welche Überraschung als nächstes auf uns wartet.