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Blue Mountains

Wir sind dann mal weg

Gerade eben haben wir schön gefrühstückt, mit leckerem Fruchtsalat und Milchshake, denn es muss ja alles weg, was noch im Kühlschrank steckt. Danach heißt es packen und ab auf die Piste. Momentan haben wir hier 11 Grad. Nicht wirklich das, was wir uns hier als Temperatur vorgestellt haben. Dazu ist es regnerisch und windig … richtig deutsches Herbstwetter Wetter :-D. Da die Aussichten aber besser sind, werden wir wohl doch den Campingplatz ansteuern. Dort wird es dann allerdings weder Internet noch Strom geben, weswegen ich davon ausgeht, dass ich den nächsten Beitrag erst in 2 Tage oder so schreiben werde. Also keine Sorgen machen, wenn ihr die nächsten Tage nix neues zu lesen bekommt.

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Regen, Wolken und Regen

Heute war erst mal Ausschlafen angesagt. Nach dem wir den Jetlag nun aber endgültig überstanden haben, und ich hier echt gut schlafen kann, waren wir alle morgens um 9 Uhr schon wach und fit. Da sich das Wetter heute früh, nach dem regnerischen Vorabend, immer noch nicht gebessert hatte, war keine Eile geboten. Erst mal in Ruhe frisch machen und frühstücken. Caro versuchte sich an der neu gewonnenen Leidenschaft für pochierten Eiern, und ab dem dritten Ei stellte sich auch der Erfolg ein. Und da es in Australien traditionell am morgen des ersten Weihnachtsfeiertags die Geschenke gibt, überreichten wir auch direkt unser Mitbringsel, den Bembel,  und eine frisch gekauften Armreif an Jenni. Zu dem Regen des gestrigen Abends hatte sich inzwischen die Tatsache gesellt, dass wir mit der Stadt Katoomba nicht nur auf 1000 Metern Höhe, sondern damit auch mitten in den Wolken lagen, die Sicht war damit so gut wie nicht vorhanden. Sehr schade für eine Gegend, die für ihre tollen Ausblicke bekannt ist, aber zu ändern war es ja leider nicht.

bembel

Gegen 12 Uhr mittags machten wir uns dann trotzdem, gut bewaffnet mit Jacken und Regenschirmen, auf den Weg zum Aussichtspunkt Echo Point, von wo man eigentlich einen wunderbaren Blick auf die Gegend und besonders die Three Sisters haben sollte. Ich zeig euch erst mal ein Bild, wie die Aussicht denn hätte sein können.

postkarten

Das mutet doch recht spektakulär an. Gerne hätte ich auch diese Sicht genossen und euch solch ein Bild aus meiner eigenen Kamera präsentiert. Es folgt nun also das Bild, das ich selbst an dieser Stelle geschossen habe. Wie ihr seht, seht ihr nix :-)

three sisters

Den Ausflug und erst recht den Versuch war es trotzdem. Und noch dazu hat uns eine der Aussichtstafeln auf die richtige Idee gebracht, was wir denn als nächstes zu tun hätten, denn in gerade mal 28 Kilometern Entfernung hätten wir von dort oben auch die Jenolan Caves gesehen, die perfekte Sehenswürdigkeit für dieses Wetter. Also zurück zum Auto und ab zu den Höhlen. Ganz trockenen Fußes hat Jenni das allerdings nicht geschafft. Wer hätte auch gedacht, dass wir hier in Australien Gummistiefel hätten gebrauchen können? Und auch der Plan schnell diese 28 Kilometer hinter sich zu bringen und nach dem Besuch der Höhlen zeitig Heim zu kommen, um den ersten Weihnachtsfeiertag noch schön bei einem leckeren Essen ausklingen zu lassen, sollte sich als nicht ganz ausgereift erweisen. Denn die 28 Kilometer, die auf der Aussichtsplattform angeschrieben waren, waren natürlich Luftlinie, oder auf englisch „as the crow flies“, wie ich gelernt habe. Die eigentliche Route entsprach eher einem U und maß stolze 76 Kilometer. Die Reise hatte sich aber dennoch gelohnt, denn diese Höhlen waren echt beeindruckend. Das Schnabeltier, welches wohl dort im Blue Lake leben soll, haben wir allerdings nicht zu Gesicht bekommen.

jenolan caves

Es war dann also doch erst gegen 19 Uhr, als wir alle gut ausgehungert, wieder in unserer „Willa“ ankamen, weswegen auch gleich das BBQ angeschmissen wurden. Noch vor dem Essen wurden die traditionellen Knallbonbons bzw. „Christmas Cracker“ gezündet. Diese enthalten hier neben einem kleinen Geschenk (ein Anhänger, ein Flaschenöffner oder einem Maßband) auch noch eine Papierkrone und einen Witz. Mein Witz war: „Why did the man get fired from the orange juice factory? Because he could’t concentrate!“ :-D Mein Humor! Danach gab es dann reichlich gegrilltes Gemüse, Fleisch, Halloumi und leckeres Baguette. Ein typisches australisches Weihnachten eben.

christmas

Jetzt heißt es noch ein wenig entspannend, Blog schreiben, Wäsche waschen und Nachtisch verzehren. Morgen wird dann zeitig aufgestanden, da wohl eine lange Reise mit vielen Zwischenstopps ansteht. Von dem, was es dort alles zu sehen gibt, und wo es im Endeffekt auch hingehen wird, lasse ich mich einfach mal überraschen. Was ich schon herausgefunden haben ist, dass die nächsten beiden Abende eigentlich zelten geplant ist. Sollte sich das Wetter allerdings nicht bessern, werden wir uns wohl einen alternativen Plan einfallen lassen. Das nächste Ziel ist allerdings auch wieder ein paar hundert Kilometer entfernt, also erst mal abwarten, was für ein Wetter uns dort morgen erwartet. Ihr werdet  es hier lesen :-)

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Heute mal etwas ruhiger

Gerade als ich mit dem schreiben meines letzten Eintrags fertig war, kam auch schon Jenni (au), um uns abzuholen. Diesmal schnappten wir uns also das ganze Gepäck und wurden damit auch gleich vor die Herausforderung gestellt dieses auch im Auto unterzubringen, was mit Mühe und Not geklappt hat. Kein schöner Gedanke, wenn man dran denkt, dass wir das bis Melbourne nun alle 2 Tage machen, aber vielleicht bekommen wir ja Übung drin. Voll bepackt ging es dann jedenfalls Richtung Blue Mountains ins Landesinnere. Ein erster Stopp wurde natürlich wieder fürs Essen eingelegt. Das verspätete Frühstück bestand bei mir aus einem Garten Salat. Jenni (au) gönnte sich einen Bagel, Jenni (de) war immer noch von den blanchieren Eier begeistert, und konnte sich deswegen in dieser Hinsicht nicht zurückhalten, während Caro sich den Hunger für später aufsparte. In den kleinen Café gab es übrigens auch großartige Fruchsäfte, frisch vor deinen Augen zubereitet. Sehr zu empfehlen!

salad

Nicht mehr lange danach kamen wir dann in unserem neuen Heim für die nächsten 2 Tage an. Das Häuschen mit dem Namen „Ti Willa“ in den Blue Mountains. Eine Art Ferienhütte, die wir alleine bewohnen. Ein echtes Schmuckstück. Nachdem wir das Auto nun also zum Großteil wieder ausgeräumt hatten ging es in den nächsten Supermarkt, da wir uns über die Feiertage ja selbst zu versorgen hatte. 2 Stunden später und fast 250 Dollar ärmer waren wir dann wieder in unserem Domizil und es wurde von den Mädels auch gleich der Grill angeschmissten, während ich ich ein wenig um meinen Blog kümmerte, so gefällt mir das :-)

ti willa

Während die Mädels sich also um das Essen kümmerten habe ich noch zwei neue Seiten erstellt, die den geneigten Benutzer vielleicht gar nicht gleich ins Auge springen. Daher erwähne ich sie hier doch einfach mal. Denn zum einen habt ihr jetzt unter der Seite die Reisegruppe die Chance einen kleinen Überblick über meine Reisegesellschaft zu erhalten. Jenni (au) fehlt dort zwar noch,  aber das hole ich auch bald nach. Und auf der Seite die Orte habe ich eine Google Map eingebunden auf der ihr die passenden Orte zu den erzählten Geschichten finden könnt. Eventuell werde ich da auch nachträglich für den bisherigen Trip den ein oder anderen Punkt nachtragen, hier lohnt sich also häufiger mal vorbei zuschauen. Dann ging es aber endlich an Essen.

christmas eve

Den Rest des Tages wurde dann mal Ruhe all das gemacht, wofür wir sonst noch keine Zeit gefunden haben. So wurden einige Karten geschrieben, das ein oder andere Buch mal angefangen zu lesen und auch einfach der hübsche Ausblick von unserem Balkon genossen, der auch gleich erklärte woher die Blue Mountains ihren Namen haben. Bei dem ganzen Regen, der sich über den Abend hin hier ergoss war ich dann doch froh, dass wir uns nicht doch noch auf den Weg in die Wildnis gemacht haben.

blue mountains

Kurz vor dem einschlafen war es dann auch noch soweit. Nach den Armeisen in Tschaikis Auto wurde die erste wirkliche Bedrohung entdeckt: Caro machte die Bekanntschaft mit einem Huntsman. Wenn man weiß, dass diese Spinnenart zu deutsch Riesenkrabbenspinne heißt, und wir alle wissen, dass in Australien die gefährlichsten Tiere der Welt leben, kann man ihre mangelnde Begeisterung leicht nachvollziehen. Aber zum Glück war der Retter ja nicht weit … nein … nicht ich … ich hab nur gelacht :-) Jenni (au) konnte erst mal die Angst etwas dämpfen, indem sie erklärte, dass dieses Tier doch nur ein besserer Fliegenfänger sei, und für den Menschen echt harmlos. Caro konnte diese Aussage jedoch nicht überzeugen, das Tier musste raus, und dort brachte es Jenni dann auch hin. Vermutlich sitzt es jetzt noch für der Tür und wartet darauf, dass wir es morgen wieder reinlassen.

huntsman

Morgen werden dann die Blue Moutains genauer unter die Lupe genommen, angefangen mit den Three Sister. Mal schauen, was uns dort erwartet. Jetzt geht es aber erst mal ins Bett. Euch allen noch einen schönen Heilig Abend!